20. April 2016

Harte Fakten zu Diskussion um Cannabis

 

 

Gründe für die Freigabe, die eigentlich keine sind...

Belastung für Polizei, Zoll und Bundesgrenzschutz, harmlose Kulturpflanze, Alkohol und Rauchen, existierende Subkultur, Anzahl von Konsumenten, Mehreinnahmen helfen der Sanierung des Haushalts.

Es darf nur um verifizierbare Fakten zu Cannabis gehen...

- Hanfmedikamente lindern Schmerzen von Schwerkranken
- THC kann in seltenen Fällen eine Herzproblematik auslösen, Bluthochdruck ist je nach Konsumdauer festzustellen.
- THC kann Angstgefühle, Unruhe bis hin zu Psychosen auslösen. Das Risiko Psychosen zu entwickeln verdoppelt sich.
- THC führt nicht zu einer körperlichen Abhängigkeit, eine psychische Abhängigkeit ist aber sehr wohl möglich.
- Bei unter 25jährigen ist Cannabiskosum der Hauptgrund für eine ambulante oder stationäre Suchttherapie.
- Kiffen führt für mehrere Stunden zu einer Straßenverkehrsuntauglichkeit, da kognitive und motorische Fähigkeiten beeinträchtigt werden.
- Hanfkonsum schädigt das zentrale Nervensystem dauerhaft.

Wenn Freigabe, dann nur naturbelassener Cannabis mit ca. 2% THC-Gehalt (entspricht den 1960er Tüten) und nicht künstlich optimierten Cannabis mit 12-18% THC-Anteil. Staatliche Mehreinnahmen müssen zwingend und ausschließlich in die Suchttherapie und -prävention fließen. Anbau und Vertrieb nicht in privater Hand und unter verstärkten Kontrollen.

Sofortige Freigabe von Cannabis für den medizinischen Einsatz. Künstlich optimierter Cannabis ausschließlich für medizinische Zwecke.

Diskussion ausdrücklich erwünscht - hier ein paar Anregungen für eure Runde!
Meinung - Peter Cremer-Schaeffer (Leiter Bundesopiumstelle) zur TAZ: „Sobald Cannabis legal ist, steigt auch der Konsum bei Jugendlichen. Diesen Trend konnten wir in den Niederlanden beobachten, aber auch im US-Bundesstaat Colorado. Dort ist der Konsum übrigens bereits vor rund zehn Jahren gestiegen, als Cannabis für medizinische Zwecke legalisiert wurde. Viele Menschen dachten offenbar, wenn eine Substanz für den medizinischen Gebrauch als hilfreich und wirksam eingestuft wird, dann ist ihre Gefährlichkeit beim illegalen Gebrauch ebenfalls als geringer einzuschätzen.“ http://goo.gl/g6gq39 - In seinem Beitrag sowie Buch kritisiert Cremer-Schaeffer u.a., dass die Debatte über Hanfkonsum zu ideologisch geführt wird.


Sojus-Statement - Um Missverständnisse zu vermeiden: Cannabis für medizinischen Einsatz ist okay. Und selbst „Naturprodukte“ muss man nicht zwingend verbieten, aber bei synthetischen und optimierten „Produkten“ sollte man wohl besser vorsichtig sein. #LegalizeIt?: Man redet in der aktuellen Debatte nicht über das Gras der 1960er mit 2-4% THC-Gehalt. Sondern über Produkte die durch Zucht „optimiert wurden“. So weist Cannabis, wie es in den Niederlanden erworben werden kann, einen 8-18% THC-Gehalt auf. Und das in Deutschland zu „erwerbende“ Cannabis 7-14 % THC-Gehalt. Neuere Züchtungen mit noch stärkerem THC-Gehalt sind in der „Erblühung“. Fazit: Konventionell gewachsenes Marihuana enthält rund 2-5% THC, während speziell auf hohen THC-Gehalt gezüchtetes Marihuana einen Wirkstoffgehalt von etwa 20% vorweisen kann. Würde man Freiland-Cannabis rauchen, wäre man mit maximal 4% THC konfrontiert, so aber mit 7-18%. Da gerade aber Kunstlichtzuchten kostengünstiger sind, darf man eher die 7-18+ erwarten. Wenn Legalisierung, dann bitte doch Freiland-Cannabis!
Naturprodukte unter sich - Getrocknete Cocablätter enthalten ca. 0,5 bis 2,5 % Alkaloide, davon bestehen bis zu drei Viertel aus Kokain. Durch die Laborarbeit erhält man einen Wirkstoffgehalt von 60 bis 80 %. Übrigens, analog zum Cannabis: „Die Blätter werden als Genussmittel, […] und medizinische Zwecke genutzt. Sie helfen Hunger, Müdigkeit und Kälte zu verdrängen und sind sehr wirksam gegen die Höhenkrankheit, da sie die Sauerstoffaufnahme verbessern.“ Würde man den Konsum wie in Peru handhaben, würde man zu den Blättern ein Stück Kalk kauen. Durch den Kalk wird aus dem Alkaloid Kokain das Alkaloid Ecgonin. Und dem Ecgonin fehlt jegliches Suchtpotenzial! Soll man nun auch Coca in Deutschland freigeben und hoffen, dass sich alle an die Einnahme via Blätterkauen mit Kalkstein halten? Cocablätter wurden auch im 18 Jhd. in Europa konsumiert.
Lasst uns den Haushalt sanieren! - Kiffen für den Haushalt - oder doch Freiheit des Einzelnen? „Ja, wer den Staat auf die Idee mit Mehreinnahmen bringt*, der erntet entweder hohe Steuern und/oder Halblegalisierung mit Preisen, Du glaubst es nicht... und warum spielt die Landeshaultssanierung eine Rolle. Es geht doch um die individuelle Freiheit der Entscheidung, oder?“ Textauszug Petition Legalize it! „Das Modellprojekt könnte dabei einen Beitrag zu Sanierung des angeschlagenen Landeshaushaltes leisten. Eine neue Einnahmequelle könnte das Saarland hierbei unterstützen.“ -https://goo.gl/EyJ19c

Wir würden uns freuen, falls Ihr uns die gewonnen Meinungsbilder bei Euren Diskussionen an red@dielinke-sojus.de mitteilen würden. Denn auch wir bilden uns eine Meinung und freuen uns stets über weitere Denkanstöße.

 

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